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Managré Nooma: "Das Gute geht niemals verloren" Ernestinenschule hilft Kindern in Burkina Faso / Westafrika
Seit 1999 besteht ein enger Kontakt unserer Schule zu dem Waisenheim AMPO in Ouagadougou/Westafrika. 1993 hat Katrin Rohde aus Plön dort das Zentrum "Managré Nooma" – zu Deutsch "Das Gute geht niemals verloren" gegründet und 120 Straßenkindern ein einfaches, aber liebevolles Zuhause gegeben. Inzwischen ist aus dem anfänglich kleinen Waisenheim ein großes Zentrum geworden, das außerdem eine Krankenstation, eine landwirtschaftliche Lehrfarm, eine Beratungsstelle für Mädchen und Frauen in der Stadt, ein Haus für HIV positive und gesunde schwangere Frauen sowie ein Selbsthilfeprojekt für Behinderte umfasst. Alles Projekte, die vor Ort entstanden sind, um Kindern und Jugendlichen in Not Hilfe zur Selbsthilfe zu geben! Inzwischen sitzen die ersten Straßenkinder Katrin Rohdes im Leitungsteam des Waisenheimes!
Wie entstand nun dieser Schulkantakt zwischen Ouagadougou und Lübeck?
Auf einer längeren Afrikareise lernte eine Lehrerin unserer Schule – Frau Karin Schellenberger – das Projekt vor Ort kennen und lud Frau Rohde in die Ernestinenschule nach Lübeck ein ...
Inzwischen ist "Burkina Faso" kein Fremdwort mehr an unserer Schule, einige Schüler und Schülerinnen schreiben eifrig Briefe nach Ouagadougou und bringen Schulmaterial und Medikamente zum Verschicken mit. Auf Schulfesten, an Fachtagen, in Projektkursen sowie in Kooperation mit verschiedenen Fächern (Geographie, Geschichte, Religion, Französisch, Kunst, Musik, Sport ) wird das Projekt vorgestellt, werden Informationen zu verschiedenen Aspekten des Lebens in Afrika herausgearbeitet, werden Kontakte zu Afrikanern hergestellt und finden interkulturelle Begegnungen statt.
Unsere Ziele im Rahmen dieses interkulturellen Projektes sind:
- Neugier für das "Fremde" zu wecken
- Schüler und Schülerinnen auf direkte und lebendige Weise
anzuregen, fremde Kulturen zu verstehen und zu akzeptieren
- Toleranz im Umgang mit Andersartigkeit zu üben
- die eigene Kultur aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen
- finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten
Nun sehen Sie selbst, was aus den Anfängen geworden ist ...
Aktivitäten der Ernestinenschule zur Unterstützung des
Afrika-Projektes "Managré Nooma" in Burkina Faso seit 1999:
Dezember 1999:
Erster Besuch von Katrin Rohde an unserer Schule.
Sie berichtet und diskutiert mit unseren Schülern und Schülerinnen über ihre Arbeit und ihr Leben in Afrika.
Vier Klassen sammeln daraufhin in spontaner Eigeninitiative mehrere Hundert Mark zur Unterstützung.
Februar 2000:
Schulkonferenz beschließt einstimmig, das Projekt längerfristig zu unterstützen.
Alle 2 Jahre:
Auf unseren Weihnachtsbasaren für das afrikanisches Waisenheim (es waren bereits 4) lassen sich unsere Schüler Vieles zum Thema Afrika einfallen:
sie basteln, kochen, tanzen, schminken, spielen Sketche und Märchen vor und stellen aus ... und sie verkaufen die kunsthandwerklichen Produkte der afrikanischen Waisenkinder bei uns!
Afrikanische Lifemusik sorgte immer für ausgelassene Stimmung. Die Erlöse beliefen sich sich jeweils auf circa 3000,-Euro.
24.12.2000:
Frau K. Schellenberger besucht zum 2. Mal das Waisenheim, vermittelt Briefkontakte, dreht einen Film, macht Fotos und bringt Erfahrungen und Erzählungen mit an die Ernestinenschule
Ab Januar 2001:
Direkte Brief- und Mailkontakte zwischen unseren Schülern/Innen und afrikanischen Waisenkindern
Regelmäßige Rundbriefe von Katrin Rohde über ihr Leben und ihre Arbeit in Afrika
Gelegentliches Sammeln und Verschicken von Schulmaterial und Medikamenten nach Afrika
Juni 2001- Nov. 2004:
In verschiedenen Projektkursen u.a. unter der Leitung von Herrn Schildberg und Herrn Otterbein werden Multimedia-Dokumentationen über Burkina Faso erstellt, die vielfältige Informationen über das Land, das Waisenheim und unsere Aktionen enthalten. (siehe CD –für 2,-Euro bei uns erhältlich!)
Damit gewinnen sie den 5. Preis (von ca. 4.000 Teilnehmerteams) beim deutschen Wettbewerb "Join Multimedia" und 15 Computer bei dem AOK Wettbewerb "fit 4 bit", von denen 4 Rechner als Spende nach Burkina Faso geschickt werden.
Nov.2003:
Unsere Schüler gestalten eine Radiosendung über "Kinder in Burkina Faso" im Offenen Kanal Lübeck.
Sept. 2001 + 2003:
K. Rohde besucht unsere Schule mit 3 ehemaligen Waisenkindern, die bei uns ein selbstgeschriebenes Theaterstück über das Leben von Straßenkindern mit handgefertigten Marionetten spielten. Das Théâtre Fali endet mit tosendem Beifall und Autogrammschlangen.
Juli 2002 + 2003:
Im Rahmen von Schulfesten und Schuljubiläum wird eine deutsch-afrikanische Gemeinschaftsausstellung zum Thema "Vorurteil und Realität Afrika / Vorurteil und Realität Deutschland" erarbeitet.
Mit Hilfe von afrikanischen Künstlern erstellen unsere Schüler Sandbilder und erarbeiten einen afrikanischen Tanz als Ausdruck von Riten und Gewohnheiten.
Sept. 2000 + 2007:
Über die KinderKulturKarawane finden 2 interkulturelle Begegnungen zwischen unseren Schülern und afrikanischen Jugendlichen (ehemaligen Straßenkindern aus Burkina Faso und Uganda)) statt, die jeweils 3 Tage lang innerhalb eines gemeinsamen Musik-und Tanzprojektes von- und miteinander lernen und leben. (siehe Fachtage)
"Hakili So" und die "Ndere Troup" geben jeweils abends eine öffentliche Vorstellung ihres künstlerischen Schaffens!
Ab 2000:
Im Rahmen von Fachtagen Französisch zum Thema "Francophonie /L’Afrique Noir" werden Afrikaner/Innen, die fest in Lübeck wohnen und arbeiten, eingeladen, damit sie im Gespräch mit unseren Schülern über das Leben, ihre Kindheit, über Riten und Probleme in Afrika sowie ihre Erfahrungen als Afrikaner in Deutschland diskutieren.
Diese Gespräche hinterlassen nachhaltige Eindrücke bei unseren Schülern/Innen!
Dez. 2004:
3. Weihnachtsbasar
Dez. 2006:
4. Weihnachtsbasar
Nov. 2008:
"Ithemba" Jugend-Gruppe aus Südafrika an unserer Schule: musikalisches Theater und Diskussion mit Oberstufenschülern über Südafrika
Dez. 2008
5. Weihnachtsbasar
Karin Schellenberger
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