Europatag 2018

Europatag an der Ernestinenschule

Eine märchenhafte Reise durch Europa

Es war einmal an einem sonnigen Mittwoch eine fünfte Klasse der altertümlichen Ernestinenschule, die sich für den sagenumwobenen Europatag vorbereitete.
Als getroffene Vorkehrung hat die Klasse, unter Aufsicht von Frau Mauersberger, einen Grundriss Europas angefertigt.
Der Tag aber fing mit einem von Frau Bruch vorgelesenen exotischen Märchen an. Im Anschluss daran haben die Schüler*innen verschiedene Merkmale der Märchen thematisiert.
Später wurden sie in die Pause entlassen, doch was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, war, dass eine märchenhafte Überraschung auf sie zukommen würde.
Nachdem sich alle wieder gemeinsam im Klassenraum versammelt hatten, ertönte plötzlich eine Flötenmelodie, die den Raum mit zauberhaften Klängen erfüllte. Die Überraschung entpuppte sich als eine magische Märchenerzählerin, die die Kinder für eine Stunde in eine andere Welt entführte.
Die Reise durch eine Welt voller Märchen und Sagen beinhaltet das Vorlesen der fantastischen Geschichten aus ganz Europa. Die Auswahl der Erzählungen erstreckte sich über eine Vielfalt von Kulturen und verschiedenen Inhalten und Ausführungen.
Mit Hilfe dieser Märchen arbeiteten die Kinder weitere an märchenhaften Merkmalen und Inhalten. Diese wurden in Form von Symbolen, Bildern und Worten an der Europakarte angebracht.
Zwischen teuflischen Bösewichten und magischen Mühlen gab es alles, was ein Kinderherz begehrt. Diese spannenden Erzählungen inspirierten die Fünftklässler zu den kleinen
Kunstwerken, die nun an der riesigen Europakarte zur Schau gestellt werden und ab dem Nachmittag zu bestaunen sind.
Ziel dieses Abenteuers ist es, nicht nur Märchen verschiedener Art zu hören, sondern diese zu verstehen und sich dem gesamten „Königreich Europas“, der Gemeinschaft und unserer Gemeinsamkeiten bewusst zu sein.

(Dalila Juan, Q1a)

Nadel und Faden verbinden Europa

Bei dem Projekt „Kulturtechnik Nähen“ unter der Leitung von Frau Ebel, Frau Schneeweiß und Frau Peters nähten die motivierten und kreativen Schülerinnen und Schüler aus alten Stoffen Verschiedenes. Ganz nach dem Motto: Der blaue Faden hält Europa zusammen und verbindet die einzelnen Kulturen.

Beteiligt waren zehn Schülerinnen und Schüler, fünf Jungen und fünf Mädchen. Nähen sei schließlich nicht nur was für Mädchen, sondern bringe auch Jungs Spaß, erklärte uns der 13- jährige Max. Von der Handyhülle über Kissen und Federtaschen bis hin zu improvisiertem Drauflosnähen war alles dabei. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Näherinnen und Näher stellten ihr Engagement und Interesse während der Projektarbeiten unter Beweis. Die entstandenen Kunst-Werke wurden am Nachmittag in Raum 26 präsentiert, bewundert und werden anschließend zum Beispiel als Muttertagsgeschenke verwendet.

Die Idee hinter dem Projekt ist es, das kulturelle Erbe des Nähens weiterzuführen und sich des Aufwandes der Näharbeiten bewusst zu werden. Beim eigenen Gestalten erkennt man erst, wie viel Arbeit, Planung und Kosten in einem einzelnen Kleidungsstück stecken.

Die ebenfalls enthaltene Idee des Upcyclings, aus alten Klamotten und Gardinen Neues entstehen zu lassen, wurde von den 12-17-jährigen nicht nur per Hand, sondern auch mit der Nähmaschine verwirklicht. Damit knüpft dieses Projekt auch inhaltlich an den jährlich stattfindenden Upcycling-Tag der 8. Klassen statt.

Insgesamt herrschte eine sehr entspannte und angenehme Arbeitsatmosphäre und allen Beteiligten war der Spaß anzusehen.

(Maja Wiedermann, Q1a)

Wie Europa zu seinem Namen kam...

...dieser spannenden Geschichte gingen 13 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Prenzel auf den Grund.

Mithilfe ihres eigenen Vorwissens – zum Beispiel aus den Fächern Geografie und Latein – und dem Internet auf ihren mobilen Endgeräten veranschaulichten die 8. und 9.-klässler den Mythos mit viel Kreativität in Comics, die in Gruppenarbeiten entstanden. Obwohl die Gestaltungsmöglichkeit den Schüler*innen selbst überlassen wurde, entschieden sich die drei Gruppen gegen Theaterstücke und Collagen und für einen Comic.

Am Nachmittag konnten die Projekte über die Geschichte mit dem Stier ausgestellt und von interessierten Gästen bewundert werden.

Die Idee von Frau Prenzel einen geschichtlichen Bezug zu Europa herzustellen, stieß bei den Schüler*innen auf Interesse und Begeisterung und auch unter den nicht so zeichenbegeisterten Teilnehmer*innen herrschte eine rege Arbeitsmotivation.

(Chiara Path Q1a)

Die Tussen Travel Tour

Was machen vier äußerst intelligente Tussen in ihrer Freizeit? Genau, sie begeben sich auf eine Europarundreise. Dies zeigten zwölf Mädchen und ein Junge unter der Leitung von Frau Röttger in einem Theaterstück. Die Idee dazu hatten Niran, Melina, Jule und Lara aus der 7d. Verwirklicht haben sie diese mit neun weiteren Schülern aus den Jahrgängen 7 bis E.

Das Theaterstück handelt von vier Tussen, die sich für ein Referat auf eine etwas unkonventionelle Weise informieren wollen. Sie machen eine Europareise! Auf ihrer Reise mit dem Reiseführer Herrn Obermeier lernen sie Städte, wie Paris, Danzig, Pisa und Istanbul kennen. In Paris stellen sie Fragen, wie beispielsweise, ob der Eiffelturm ein Leuchtturm und Baguettes Glätteisen seien. Danach geht es weiter nach Danzig, wo sie die Gastfreundlichkeit der Polen kennenlernen. Hier findet auch die erste Interaktion mit dem Publikum statt, wir dürfen ländertypische kulinarische Genüsse verkosten. Von Danzig geht es über Pisa, wo erst einmal die Sorge, dass der schiefe Turm von Pizza umkippen könnte, aus der Welt geschafft werden muss, in die Türkei.

Wussten Sie, dass nur ein Stadtteil von Istanbul ein Teil von Europa ist? Nun, die Tussen wussten es (auch) nicht…

Am Nachmittag wurde das lustige Theaterstück in charmanter Art und Weise dem begeisterten Publikum in der Aula präsentiert.

Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der Teilnehmer dieses Projektes, denn... bereits im Voraus wurden Bühnenbilder gebastelt, Dialoge geschrieben und es wurde eifrig geprobt.

Vielen Dank für die vielen Lacher und die lustige Zeit!

(Maxine Boye, Q1a)

WIR haben den Bürgermeister zu Gast

Zur Präsentation der Ergebnisse am Nachmittag des Europatages kam dann sogar der Bürgermeister und machte einen kleinen Rundgang durch die Schule. Bevor er an der Preisverleihung des Europäischen Wettbewerbs teilnahm, bestaunte er die Ergebnisse in Räumen und Fluren, zum Beispiel die Foto-Streifzüge. Dabei zeigte er sich begeistert von den teilweise ungewöhnlichen Blicken, die die Schüler*innen in der Stadt eingefangen hatten. Auch die Modelle von Wahrzeichen der EU aus Streichhölzern und Nudeln wurden gewürdigt. Es heißt, dass Jan Lindenau in seiner Freizeit, die jetzt wohl weniger geworden ist, selbst gern tüftelt und bastelt. Und die politisch-theoretischen Themen wurden ebenfalls angemessen gewürdigt: Beim Projekt "EU-Zukunftsmodelle" wurde diskutiert, welches Modell wohl das beste wäre. Einhellige Meinung herrschte über die Variante, die niemand will: Das "Titanic-Modell", bei dem alles auseinanderbricht. Dabei war auch Enrico Kreft, der sich in der "Europa-Union", einer überparteilichen Initiative, für den Erhalt und das Gedeihen der europäischen Idee einsetzt. Der ehemalige Ernestinenschüler war begeistert, was an einem einzigen Tag alles geschaffen wurde.

(Grit Peters)

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europatag2018-buergermeister-01.jpgJan Lindenau (Bürgermeister) und Enrico Kreft (Europa-Union) lassen sich am Europatag durch die Schule führen

europatag2018-buergermeister-02.jpgIn der Aula lauschen die prominenten Gäste vor der Preisverleihung dem Europa-Rock-Pop-Chor
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