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Taste the waste

Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln

Genau diese Frage wurde uns gestellt. Wir, das GeWi Profil der 10. Klassen, haben versucht das Thema Nachhaltigkeit verständlich 7. Klassen beizubringen, mit dem Ziel den verlorenen Bezug zu Lebensmitteln wiederherzustellen.

Wenn man bedenkt, dass 18 Millionen Tonnen Lebensmittel jährlich und nur alleine in Deutschland weggeworfen werden, obwohl diese noch gut erhalten sind, währenddessen weltweit ca. alle 3 Sekunden ein Mensch durch Hungern stirbt, sollte man die Bevölkerung zur Nachhaltigkeit aufklären und ein verantwortungsvolleren Umgang mit Lebensmitteln lehren.

Als Einleitung haben wir den Film ,,Taste the waste“ geguckt, danach sollten 4 Gruppen jeweils ein Projekt ausarbeiten, das zum Überdenken des derzeitigen Konsumverhaltens anregt. Dabei war es den Gruppen freigestellt, wie sie dies anstellten. Ob durch eine Schulstunde, selbstgedrehte Filme oder Selbstexperimente.

Die erste Gruppe hat Apfelchips und Smoothies aus Lebensmitteln gemacht, welche in einem Supermarkt schon vor einigen Tagen im Müll gelandet wären. Nur weil die Früchte nicht mehr attraktiv genug für uns Verbraucher gewesen wären, da die Lebensmittel einige Druckstellen haben oder nicht der Norm entsprechen aber dennoch genießbar sind. Ein 7.Klasse hat das Essen verkostet und um eine neutrale Meinung zu erhalten wurde erst danach erzählt woher die Früchte kommen und das man die eigentlich schon weggeschmissen hätte. Nach einer Umfrage ergab sich, dass alle 20 Kinder die Nahrungsmittel nochmal essen und ihr Handeln überdenken würden. Sie wurden über die Gründe der Entsorgung in einzelnen Bereichen aufgeklärt.

In der zweiten Gruppe fand ein Selbstexperiment statt, um das Konzept des ,,Dumpsterdiving`` näher zu hinterfragen (Dumpsterdiving bezeichnet die Mitnahme weggeworfener Lebensmittel, die erfolgt meist bei Abfallbehältern von Supermärkten). Dazu wurde ein Film erstellt um das Thema den Menschen näher zu bringen. Das Ziel, was diese Gruppe beim Dumpsterdiving erreichen wollte, war ein sättigendes Essen mit möglichst wenigen Ausgaben zu kochen und sie wollten wissen, ob die Dokumentationen der Realität entsprechen.

Die dritte Gruppe hat die Gastronomie mehr ins Auge genommen, sie haben eine Servicekraft eines Lübecker Hotels befragt zum Thema der Lebensmittelverschwendung. Nebenbei haben sie noch eine übertrieben Darstellung in Form eines Kurzfilms mit eingebracht, die den Umgang mit Lebensmitteln in deutschen Küchen zeigt.

Die vierte, und somit letzte Gruppe hat gekocht. Sie haben gefüllte Paprika und einen Obstsalat aus geschenkten und gekauften Lebensmitteln gemacht. Sie haben in einer Moschee nach Lebensmitteln gefragt, welche nicht mehr für den Verkauf geeignet waren. Die Lebensmittel, die eigentlich im Müll gelandet wären, haben sie dann erneut in einem Supermarkt gekauft, damit man einen direkten Vergleich zwischen ,,schlechten“ und ,,guten“ Lebensmitteln hat. Nachdem Kinder der 7. Klasse probiert hatten, wurde zunächst eine Umfrage gestartet.

Den Ergebnissen nach zu urteilen liegt es nicht am Aussehen der Lebensmittel oder am Mindesthaltbarkeitsdatum, wie gut etwas schmecken kann. Wenn wir die Motivation entwickeln würden, geregelter einzukaufen und vor allem kein Nahrungsmittel zu verschwenden, kann sich etwas ändern.

Deswegen bitte ich dich, dir als Leser Gedanken über dein eigenes Konsumverhalten zu machen. Überlege beim nächsten Einkauf, was du wirklich benötigst, ob du vielleicht nicht doch den Apfel mit einer Druckstelle kaufst oder einfach minimalistischer beim Einkauf deiner Produkte bist. Auch wenn du dir denkst: ,,Pfft, was kann ich, als Einziger, da verändern?“. Wenn das nur jeder Dritte macht, der das liest, dann ist das schon ein enormer Beitrag für den Kampf gegen Hunger, denn jedes weggeworfene Lebensmittel führt dazu, dass sich Lebensmittelpreise anderswo auf der Erde erhöhen.