Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs an der Ernestinenschule
Fünf aufgeregte Sechstklässlerinnen, eine gut gefüllte Aula und jede Menge Daumendrücken aus
der eigenen Klasse – so präsentierte sich in diesem Jahr der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs
an der Ernestinenschule.
Zunächst stellten Liska, Leila, Lucia, Lucy und Lilith ihre selbst ausgewählten Lieblingsbücher
kurz vor. Die Auswahl reichte von fantasievollen Abenteuern bis zu humorvollen Jugendromanen.
Und dann lasen alle konzentriert vor: Man merkte jeder Einzelnen an, wie viel Vorbereitung und
Herzblut in den Vorträgen steckte: klare Stimmen, sorgfältig gesetzte Pausen, und hier und da ein
schmunzelnder Blick ins Publikum, wenn eine besonders witzige Stelle kam.
Im zweiten Teil wurde es dann richtig spannend. Jetzt stand ein fremder Text auf dem Programm –
eine Passage aus Doktor Proktors Pupspulver, die für alle gleich unbekannt und damit besonders
herausfordernd war. Die Klassen im Publikum hörten aufmerksam zu und war gebannt von der
lustigen Handlung, während die Jury genau darauf achtete, wie sicher und lebendig die Leserinnen
auch diesen ungeübten Text bewältigten.
Am Ende war die Entscheidung nicht leicht, doch schließlich konnte sich eine Gewinnerin
durchsetzen, die mit ruhiger Stimme, feinem Gespür für Stimmungen und großer Souveränität
überzeugte. Lilith Lammert aus der 6a wird die Ernestinenschule nun beim Stadtentscheid vertreten.
Für alle Beteiligten war es eine Veranstaltung, die gezeigt hat, dass Lesen bzw. hier das Vorlesen
weit mehr ist als das Entziffern von Buchstaben: Es ist die Kunst, Geschichten für andere lebendig
werden zu lassen. Und darin waren die Sechstklässlerinnen der Ernestinenschule wirklich sehr gut.








